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Schauspielhaus

Josef Hueber

alias Theater am Franzensplatz (1889-1911), Stadttheater (1887-1889), Landständisches Theater (1776-1887)
Geschichte des TheatersAnhangtechnische AngabenHistorische Ausstattung

Wichtige Ereignisse

(Detail)9.9.1776 | Eröffnung des Theaters

(Detail)25.12.1823 | Feuer
In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember 1823 brach ein Feuer im Theater aus, und das Gebäude brannte bis auf die Fassaden und die tragenden Mauern im Inneren nieder.
(Detail)4.10.1825 | Wiedereröffnung

Menschen

Josef Hueber |Hauptarchitekt
Peter von Nobile |Architekt
Franz Klammer |Architekt

Geschichte

Geschichte

Das heutige „Schauspielhaus“ eröffnete am 9. September 1776 als „Landständisches Theater“, erbaut nach Plänen des Architekten Josef Hueber (c. 1715 – 1787).

In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember 1823 brach ein Feuer im Theater aus, und das Gebäude brannte bis auf die Fassaden und die tragenden Mauern im Inneren nieder.

Schnell entschloss man sich, das Theater wiederaufzubauen. Die Aufgabe wurde dem Architekten Peter von Nobile (1774 – 1854) übertragen, der einen Zuschauerraum mit vier Logenrängen entwarf, die vom Boden bis zur Decke reichten, im hinteren Teil des Parketts aber Stehplätze statt der Parkettlogen vorsah. Farblich bestimmten weiße Logenbrüstungen mit blaugrau marmorierten Rahmungen und vergoldeten Leisten und Kanneluren sowie eine hellblaue Stoffbespannung das Bild.

Die Fassade zum Franzensplatz (heute Freiheitsplatz) bereicherte Peter von Nobile mit einem Portikus, während er den Mittelteil der Fassade zur Straße, wo sich etwas versteckt der Haupteingang befindet, so vereinfachte, dass aus einer vertikalen Ordnung eine horizontale wurde. Diese Fassung der Fassade ist bis heute erhalten.

Am 4. Oktober 1825 wurde das Theater wiedereröffnet. Es gab bereits einen Eisernen Vorhang, aber beleuchtet wurde immer noch mit Kerzen und Öllampen.

1845 wurde der Proszeniumsbogen nach oben erweitert.

Gaslicht kam ab 1863 auf der Bühne und ab 1865 im Zuschauerraum zum Einsatz.

1871 unternahm man eine Generalrenovierung, bei der der Zuschauerraum mit dekorativen Säulen vor den Logentrennwänden und Säulchen auf den Logenbrüstungen verschönert und der Proszeniumsbogen neu gestaltet wurde; zudem erhielten die Logen im 1. und 2. Rang Draperien.

Die Stadt übernahm das Theater von den Landständen im Jahre 1887, und so wurde es zum „Stadttheater“. Doch nicht für lange, denn die Stadt baute bereits an einem neuen, viel größeren Theater, das 1889 eröffnet wurde – das heutige Opernhaus, damals „Stadt-Theater“ getauft. Das alte Theater wurde daraufhin in „Theater am Franzensplatz“ umbenannt. Beide Theater gehörten der Stadt, und beide zeigten sowohl Oper als auch Schauspiel.

Um 1908 wurde das „Theater am Franzensplatz“ elektrifiziert.

Nach mehr als 125 Jahren ununterbrochener Nutzung schloss man das Theater im Sommer 1952 aus Sicherheitsgründen. 1954 gab es einen Wettbewerb, um die beste Möglichkeit zu finden, wie man die historische Substanz des Gebäudes bewahren und gleichzeitig alle modernen Vorstellungen in punkto Sicherheit und Bequemlichkeit gerecht werden könne. Architekt Franz Klammer gewann mit einer überraschenden Lösung: die Eingangshalle, die Foyers und alle Treppenhäuser zwischen der historischen Fassade von 1776 und der historischen Umfassungsmauer des Zuschauerraums wurden neu gebaut; im Zuschauerraum wurde die tragende Holzstruktur des Logeneinbaus von 1825 durch eine Betonkonstruktion ersetzt; bei dieser Gelegenheit eliminierte man den sehr niedrigen 4. Rang und passte die Höhe der verbliebenen drei Ränge soweit an, dass das neue Logenhaus wieder vom Parkett bis unter die Decke reichte; anschließend wurden die dekorativen Elemente des Zuschauerraums, d.h. die Logenbrüstungen, die Säulen usw., wieder eingebaut; die Trennwände zwischen den Logen wurden etwas zurückgeschnitten, um bessere Sicht zu gestatten. Außerdem riss man das ganze Bühnenhaus ab und baute ein völlig neues, inkl. der modernsten Bühnentechnik, und fügte ein weiteres neues Gebäude für Schauspielergarderoben und Verwaltung hinzu.

Das wieder zusammengefügte und erweiterte Theater feierte am 14. März 1964 zum dritten Mal in seiner Geschichte Eröffnung – nunmehr ein Mosaik aus drei unterschiedlichen Epochen.

1999/2000 wurden eine neue Bühnentechnik installiert und die Foyers überarbeitet.

 

 

Quellen

Rudolf List: Schauspiel in Graz. Zur Wiedereröffnung des Hauses am Freiheitsplatz.-
Wien: Bergland 1964

Fritz Tumlirz: Das Grazer Schauspielhaus. Seine Baugeschichte.- Dissertation, Graz 1956

Vereinigte Bühnen, Stadt Graz, Land Steiermark (Hrsg.): Das Grazer Schauspielhaus.-
Graz: Styria o.J. [1964]

Wikipedia.de: Schauspielhaus Graz [nur für 1999/2000]

 

 

 

Schauspielhaus Graz GmbH ∙ Hofgasse 11 ∙ 8010 Graz ∙ Österreich

Tel. Kartenbüro: +43 (0) 316 8000 ∙ E-Mail: tickets@buehnen-graz.comwww.schauspielhaus-graz.comgraz.com

Besichtigung: auf Anfrage ∙ E-mail: presse-sh@schauspielhaus-graz.com

 

 

Autor: Carsten Jung

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